Die Teilnehmer für dieses Larp erhielten eine Einladung. Die Plätze sind vergeben.

Ort des Geschehens: Der alte Grenzturm in den wilden Landen, nördlich des Königreiches Dragonien.


Die wilden Landen umschreiben ein Gebiet, das keinem Reich zugeordnet werden kann. Das Land ist gebirgig, man trifft seltsame Kreaturen und manche Gefahren sind hier verborgen. Dazu kommt das unkalkulierbare Risiko der mysteriösen Barbarenstämme im Norden. Dies alles hat dazu geführt, dass es kein Herrscher geschafft hat, dieses Gebiet in Besitz zu nehmen. Im Gegenteil wurden Befestigungsstrukturen errichtet, um ein wachsames Auge darauf zu haben, dass nichts aus den wilden Landen heraus kommt. Der alte Grenzturm ist ein solches Relikt, das eine alte Grenze aus vergangener Zeit markiert und sich in den wilden Landen befindet.

Vorgeschichte:Ein dunkler Kult von Nekromanten hat unlängst versucht, ihren längst verblichenen Hexenmeister Belarion wieder zum Leben zu erwecken. Diese Pläne wurden zum Glück vereitelt: Der Kult wurde bis in die wilden Landen verfolgt, wo er anschliessend von den Truppen Dragoniens endgültig vernichtet wurde. Dabei wurde der alte Grenzturm von den Truppen Dragoniens aber wieder instand gesetzt und als geheimer Stützpunkt benutzt.

Hintergrund:Es ist nun ziemlich genau ein Jahr vergangen, seit Belarion und seine Kultisten vernichtet worden sind. Da sich der Turm nun in der Herrschaft Dragoniens befand hat der König kurzerhand beschlossen, den Turm gleich als nördlichsten Stützpunkt und Wachposten zu halten. Dies hat sich als weiser Zug erwiesen, da es nicht lange dauerte, bis die nördlichen Barbarenstämme gegen Süden zogen. Späher des Turmes konnten Dragonien warnen, doch der Turm wurde überrannt. Dank der Vorwarnung konnten die dragonischen Truppen sofort reagieren und einen Gegenangriff machen, noch bevor die Barbarenstämme die eigentliche Grenze Dragoniens erreichen und in bewohntes Gebiet einfallen konnten. Die Kämpfe waren blutig, doch die dragonischen Truppen drängten unter Wolfgang von Rothenfels die Barbaren unerbittlich zurück in die fernen wilden Landen im Norden. Das Gebiet um den Grenzturm wurde schnell zurückerobert und die Kämpfe haben sich seit zwei Tagen weiter in den Norden verschoben.
Zurück bleiben nun Einwohner der wilden Lande auf der Flucht, sowie Dragonier, die zu verletzt sind, als dass sie mit der Armee hätten weiterziehen können. Ausserdem ist da noch der von Barbaren verwüstete Grenzturm, der weit und breit die einzige verteidigbare Struktur bildet.
Langsam tauchen die einzelnen Personen auf, die sich dem Turm zuwenden, um hier Zuflucht zu finden... Welche Rolle wirst du übernehmen? Bist du ein verletzter Dragonier unter dem Banner vonRothernfels, ein Ureinwohner aus Assat, ein Schmied aus einem Versorgungstross, das bei einem Barbarenangriff versprengt wurde oder möglicherweise ein Heiler, der beim Turm die Möglichkeit sieht, seiner Gottheit zu dienen? Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt...

Auszug aus dem Cendarischen Boten:
Krieg in Dragonien!
Die Gefahr aus dem Norden hat nun auch Dragonien erreicht. Wie König Learen I. von Dragonia, seines Zeichens Beschützer des Dragonischen Volkes, verlauten liess, sind Armeen von Nordmännern auf dem Anmarsch über die Alsbach-Pässe und Assat. Erste dragonische Vorposten sind jenseits des Gebirges von den massiven Truppenbewegungen der Nordmänner bereits überrollt worden. Damit nähern sich die Invasoren den Landesgrenzen des Königreiches von Dragonien.
König Learen I. von Dragonia hat als sofortige Antwort unter der Befehlsgewalt des von Rothenfels die ersten, zweiten und dritten schweren Dragonier, das einundzwanzigste Blutlanzenbatallion und die dragonische Elitegarde, die goldenen Drachen des Reiches, ausgesandt. Der König erklärte, dass „kein Nordmann die dragonischen Grenzen lebend überschreiten werde; vorher werden sie für diesen Affront gegenüber Cendara teuer bezahlen (...) und in ihrem eigenen Blut ertrinken.“
Die dragonischen Truppen werden damit ausserhalb des Königreiches auf die Nordmannen treffen. Ein Adliger aus Hundertbrück stellt in Frage, ob dies überhaupt Verfassungskonform sei, wenn die dragonischen Truppen ausserhalb des Reiches einer fremden Armee den Krieg erklären? Schliesslich sei noch gar nicht klar, ob die Nordmänner kriegerische Absichten gegenüber Dragonien hegen. König Learen I. von Dragonia meinte dazu, dass „Dragonien nicht zuwartet, bis die Parasiten uns erreichen. Mit Beten alleine wird der Krieg nicht verhindert. Nur mit Waffen kann der Frieden durchgesetzt werden. Und wenn sich die Westmark und Grünenwald im Krieg befinden, so befinden auch wir uns im Krieg.“
Mit diesen jüngsten Entwicklungen ist es Dragonien nun nicht mehr möglich, seinen Nachbarn Grünenwald mit Truppen zu unterstützen, da diese jetzt an der eigenen Grenze gebraucht werden. Durch das direkte Eingreifen Dragoniens könnte dies die Truppen in Grünenwald aber deutlich entlasten.

Für den cendarischen Boten,
Siegmund von Helwig